Camping in den USA
Die Vereinigten Staaten von Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten – ob das auch in allen Lebenslagen der Wahrheit entspricht? Land der unbegrenzten Campingplätze könnte aber durchaus zutreffen. Viele Tausende Campingplätze quer durch die USA locken Urlauber aus allen Ländern an. Prinzipiell gibt es drei Arten von Campingplätzen: erholsames Camping mit Hauskomfort, primitives Camping für Naturliebhaber und Wildniscamping in der Einsamkeit.
Zwar bieten Campingplätze mit Hauskomfort alle Annehmlichkeiten, aber weil es in der Natur letztlich doch am schönsten ist, ist doch eher der “primitive” Yellowstone Campingground zu bevorzugen. Dort schlägt man sein Zelt auf, packt mitgenommene Gartenmöbel aus, und schon ist man bereit, den wunderschönen Park zu erkunden. Schnell wird klar: Hier sind nur spärliche sanitäre Einrichtungen vorhanden, primitiv eben, aber mit 5 bis10 Dollar recht billig. Weiter geht es durch den Park, vorbei an Geysiren und atemberaubenden Wasserfällen, viel Zeit muss man haben, die Straßen sind eng, und fahren darf man nur langsam. Immer auf der Hut vor unberechenbaren Wildtieren bahnt man sich den Weg zu wunderschönen Plätzen: primitiv kann wirklich schön sein. Der Großteil der Camper verbringt die Zeit auf solchen und ähnlichen Campinglätzen.
Das Wildniscamping bietet Vor- und Nachteile. Zwar können an vielen Orten die Zelte aufgeschlagen werden, in manchen Gegenden wird man jedoch freundlich, aber bestimmend darauf hingewiesen, sich an die Campingplätze zu halten. Stadt- und Nationalparks sind besonders beliebt. Meistens ist eine Registrierung von Nöten, die Kosten sind allerdings sehr gering. Auf Annehmlichkeiten muss hier verzichtet werden – deswegen zumindest erst einmal das Sonnenschutzsegel aufspannen, um der Hitze zu trotzen.
Trotz all der Schönheit und Naturverbundenheit wird das Verlangen nach den gewohnten Annehmlichkeiten irgendwann steigen, und die Campingplätze mit Hauskomfort gewinnen dann an Reiz. Sanitäre Einrichtungen, Geschäfte, warme Duschen und Wäscheautomaten haben allerdings ihren Preis: pro Nacht etwa 30 Dollar, und auf längere Zeit wohl eher nicht zu empfehlen.